Consanguinity / o1 Kapitel

6 Jahre war Er nun her, der wohl schlimmste Tag meines Lebens. Auch heute leide Ich enorm darunter und es gibt keine Sekunde in der Ich nicht an Sie denke, meinen kleinen Engel.
Der Moment in dem Ich Sie das erste mal in meinen Armen hielt, war wie ein Zeichen in meine Haut gebrannt. Ihr Köpfchen, das süßlich Duftete war an meine Brust geschmiegt. Sie war einfach perfekt. Ihre Haare und auch ihre Augen, Sie war mir wie aus dem Gesicht geschnitten. Ich wusste wir waren für einander bestimmt. Ich wollte mich nicht von ihr trennen, doch mir blieb keine andere Möglichkeit.

Vor 2 Jahren zog ich zu Hause aus, ich ertrug den Terror mit meiner Stiefschwester nicht länger. Meine Eltern ließen sich scheiden, als Ich 2 Jahre alt war. Zusammen mit meinem älteren Bruder Joe lebte Ich bis zu meinem 14 Lebensjahr bei meiner Mutter. Sie schleppte täglich einen anderen an. Alkoholiker, Drogenabhängige, Freier das war Ihr Standard. Bis dann eines Tages Martin vor unserer Tür stand. Er war anders als die anderen vor ihm.
40 Jahre, Geschäftsmann und Vater einer verzogenen Göre. Sie war der nervigste Mensch, dem ich in meinem Leben begegnet war. Vanessa war ein paar Monate jünger als ich und ein richtiges Modepüppchen. Regelmäßig bekam sie Wutanfälle weil einer ihrer künstlichen Fingernägel abbrach oder ihr Cremedöschen mit der teuren Chanelpampe leer war. Sie blockierte frühs Stunden das Bad und wollte das wir Sie alle wie die Prinzessin auf der Erbse behandeln.
Und dann war da noch mein ein Jahr älterer Bruder Nathan, wir waren immer auf Konkurrenzkampf aus. Meine Mutter hatte uns früher beiden nie Beachtung geschenkt und so versuchen wir bis heute Sie für uns zu gewinnen.

Nach all den Dingen hatte ich beschlossen auszuziehen. Zunächst verschlug es mich zu meiner besten Freundin Kayla. Doch dort konnte ich nicht lange bleiben und so wurde Ich zur Nomadin. Lebte zeitweile sogar auf den Straßen von Los Angeles und war nicht besser als die Typen meiner Mum. Ich lernte schnell, dass das Leben auf der Straße kein Kinderspiel war. Es war ein regelrechter Teufelskreis. Und so gehörten Sex, Drogen und Gewalt bald zu meinem Alltag. Und so passierte es. Ich wurde Schwanger von einem meiner unzähligen Freier.

Ich bemerkte es erst ziemlich spät und unter dem Drogeneinfluss unter dem ich zu diesem Zeitpunkt stand war es nur eine Frage der Zeit, wann ich es verlieren würde. Doch Ich riss mich zusammen, nicht nur für mich, sondern auch für mein ungeborenes Kind. Ich wollte nicht die Fehler die man an mir machte, bei ihm wiederholen. Ich wollte ihm eine gute Mutter sein. Es konnte nichts dafür das ich so naiv war und nicht Verhütet habe und Abtreibung kam für mich nie in Frage.Ich zog es knallhart durch, kein LSD und keine Kippen mehr. Es war nicht leicht, doch ich wusste das Ich es für uns tun müsste. Wenn Sie nicht in mein Leben gekommen wäre, wäre Ich heute wahrscheinlich eines von vielen unscheinbaren Drogenopfern Los Angeles.

Die Zeit verging wie im Flug und irgendwann fand ich mich im Kreissaal wieder. Die strapazen der Geburt waren überstanden und ich hielt eine gesunde Tochter in meinen Armen. Ich taufte Sie Esmé was geliebte bedeutet und musste mich anschließend von ihr Trennen. Mein Herz schmerzte, es schien mir unmöglich. Ich konnte unmöglich mit ihr zurück auf die Straße geben, etwas anderes gab es nicht. Ich werde mich meinem Schicksal geben müssen. Doch Ihr soll es gut gehen. Sie soll Menschen um sich haben die Sie lieben und denen Sie vertrauen kann. Menschen die Ihr ein besseres Leben bieten können.
Ich hatte entschieden das Pflegeeltern das beste für Sie und wahrscheinlich auch für mich sind. Und Ich Sie eines Tages wieder in meine Arme schließen kann.
Ein letztes mal hielt ich Esmé in meinen Armen, meine Tränen tropften auf ihren Rosa Strampler, ein letzter Kuss und Ich übergab Sie an die Frau vom Jugendamt.

20.11.10 16:57

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